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Kolpingfamilie Ahrweiler

 

"Ruhmesblätter" in der Geschichte - Ein Herz für die Notleidenden -

Nach der Aufhebung der alten Zunftordnung drängten die Gesellen aus Ahrweiler schon 1861 im Sinne des Gesellenvaters Adolph Kolping zur Gründung eines Gesellenvereins. Beschleunigt durch die persönlichen Besuche des Rektors Dr. Peter Joerres bei Adolph Kolping in Köln wurde dann 1862 ein Gesellenverein ins Leben gerufen, über dessen Gründung Kolping sich schriftlich am 21. Oktober 1862 an Joerres richtet und seiner Freude hierüber Ausdruck gibt.

Peter Friedhofen, der ja als Lehrling, Geselle und Meister 12 Jahre seines kurzen 42jährigen Lebens in Ahrweiler verbrachte, besuchte auch zweimal Kolping in Köln Und ermunterte ebenfalls zur Gründung des Vereins. Er war es auch, der seine Wohltäterin Königin Augusta bewog, den jungen Verein finanziell zu unterstützen.

Bemerkenswert ist, dass der Ahrweiler Gesellenverein schon 20 Jahre vor der staatlichen Krankenkasse eine eigene innehatte.

1865 erfolgte die Weihe der ersten Fahne. Aus dem Jahre 1898 stammt eine Rarität, Eine Fahne, die per Zufall auf dem Speicher über der Sakristei entdeckt wurde. Es handelt sich um die sogenannte Josefsfahne, die auf einer Seite das Ahrweiler Stadtwappen und auf der anderen Seite den HI. Josef, Patron der Arbeit und des Kolpingwerkes, zeigt. Welch Glückstreffer: vor einigen Tagen entdeckten die Junggesellen die passende Schärpe und Protokollbücher im Museum. Die Schärpe bedarf ebenfalls wie damals die Fahne der Renovierung.


1891 legte Weihbischof Feiten den Grundstein zum jetzigen großen Saal und dem Kolpinghaus (heute „Altes Zunfthaus“). Es war Treffpunkt der zahlreichen Spiel-, Musik-, Theatergruppen usw. und gab manchem wanderndem Gesellen Unterkunft. Besonders in den 20er Jahren zeigte sich ein reges Vereinsleben. Bedingt durch den Einfluss der Nazidiktatur sank die Mitgliederzahl von 329 auf 40. Leider konnten diese die Schuldenlast nicht alleine tragen und so wechselte das Kolpinghaus - auch infolge von behördlichen Maßnahmen - einige Male den Besitzer, bis die Kirche, die letzte Inhaberin, ebenfalls aus Kostengründen verkaufen musste.

Hervorzuheben ist, das in der sorgenvollen Zeit des Nationalsozialismus in den Jahren 1937 bis 1945 in Ahrweiler 19 Mitglieder geheim aufgenommen wurden.



Eine tolle Leistung erbrachten die Ahrweiler Kolpingbrüder vom 23. bis 25. August 1947 - bekanntlich waren damals Lebensmittel eine Rarität. Der Mittelrheinische Kolpingtag fand unter dem Motto: "Wir stellen uns der Not" im Ahrweiler Stadion statt. Beim Pontifikalamt, dass von Nuntius Exc, Muench zelebriert wurde, hielt Weihbischof Dr. Stein die Festpredigt. Die 3000 Teilnehmer wurden alle von der Ahrweiler Kolpingfamilie verpflegt.

Nach dem Kriege fand das Vereinsleben neuen Aufschwung. Besonders die Theateraufführungen erfreuten sich großer Beteiligung. Eine großartige Idee war die Inbetriebnahme eines Weinstandes beim Ahrweiler Winzerfest. Zunächst diente der Gewinn der Beihilfe zur Schuldendeckung des Alten- und Pflegeheims St. Maria-Josef. Nach deren Tilgung spendeten die Ahrweiler Kolpingmitglieder Den Erlös für Not im Umkreis und bei den Kolpingprojekten in aller Welt. Dazu gehören die Patenschaft über das Behindertenheim in Sinzig, die hiesige Aktion "Heftet einander" die Armenküche in Mostar und viele Aktionen, die von der Kolping-Zentrale in Köln gesteuert werden. Dieser Weinstand bestand in 2007 zum 33. Mal.

Das heutige Veranstaltungsprogramm weist Vorträge von Fachärzten, Juristen, Natur- und Reisefreunden auf. Ferner veranstalten die Kolpingschwestern und -brüder im Altenheim die Feste "Goldener Oktober" und an Karneval. Bei der Altenbetreuung in Kirchdaun wirkt man ebenfalls zwei- bis dreimal im Jahr mit. Familienwanderungen und Grillfeste fördern den Gemeinschaftssinn, der bei religiösen Vorträgen und Kolpingmessen ebenfalls gestärkt wird.

Kolping Ahrweiler zählt zur Zeit 58 Mitglieder. Die Kolpingfamilie freut sich über alle, die aktiv mitmachen wollen. Das Kolpingwort: „Der Verein ist nicht bloß für Dich, sondern auch für die anderen da“ besitzt in Ahrweiler einen hohen Stellenwert.

Stand: 18.02.16

 

Kolpingfamilie Bad Neuenahr



Ansprechpartner der
Kolpingfamilie Bad Neuenahr:
 
Pfarrer Peter Dörrenbächer
Präses  
Weststraße 2
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon: 0 26 41 / 2 45 40
 
German Nöthen  
Telefon: 0 26 41 / 2 81 92

Die Kolpingfamilie Bad Neuenahr wird ihre Arbeit weiter intensivieren und darüber auf den Internetseiten der Pfarreien „St. Willibrord & St. Marien“
und „St. Pius“, sowie im Pfarrbrief und der Presse berichten. Selbstverständllich  freut sie sich über weiteren Mitgliederzuwachs.

 

Kolping in zwölf Sätzen:

    Wir laden ein und machen Mut zur Gemeinschaft.
    Wir handeln im Auftrag Jesu Christi.
    Wir nehmen uns Adolph Kolping zum Vorbild.
    Wir sind in der Kirche zu Hause.
    Wir sind eine generationenübergreifende familienhafte Gemeinschaft.
    Wir prägen als katholischer Sozialverband die Gesellschaft mit.
    Wir begleiten Menschen in ihrer persönlichen und beruflichen Bildung.
    Wir eröffnen Perspektiven für junge Menschen.
    Wir vertreten ein christliches Arbeitsverständnis.
    Wir verstehen uns als Anwalt für Familie.
    Wir spannen ein weltweites Netz der Partnerschaft.
    Wir leben verantwortlich und handeln solidarisch.


 
 


Pfarrbrief

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