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Unsere Katholische Pfarrgemeinde St. Marien & St. Willibrord (kurz: Rosenkranzpfarrei) bildet sich aus den Bad Neuenahrer Ortsteilen Beul, Hemmessen und Wadenheim und zählt heute ca. 4.300 Mitglieder.

Die Rosenkranzkirche besteht seit dem Jahr 1901, fertiggestellt wurde sie im Jahr 1904. Früher war die alte St.-Willibrordus-Kirche unsere Pfarrkirche.

Seit 1974 führt unsere Pfarrei das Doppelpatrozinium St. Marien und St. Willibrord.

Die Rosenkranzkirche wurde in den Jahren 1899-1901 nach den Plänen des Kölner Baumeisters August Menken erbaut. Fertig gestellt wurde sie allerdings erst im Jahr 1904. Der Baumeister griff die symbolträchtigen Bauformen (Säule, Apsis, Bogen, Turm und Wölbung) auf und schuf damit ein Abbild des Himmlischen Jerusalem, der Gottesstadt, die eine Modifizierung der uralten Vorstellung vom Hause Gottes darstellt. August Menken gelang es, das Repräsentative mit dem Symbolischen und Funktionalen in Einklang zu bringen. Die Pfarrkirche erhält durch das Patrozinium „Maria Rosenkranzkönigin“ eine feinsinnige Bedeutung, die historisch mit dem von starken religiösen Impulsen geprägten Pontifikat Leos XIII. verbunden ist. An der Rosenkranzkirche wurden ständig Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Zuletzt konnte die Pfarrei dank großzügiger Spenden im Jahr 2009 eine grundlegende Innenrenovierung durchführen. 

Architektur
Die Rosenkranzbasilika wurde im neuromanischen Stil erbaut. Das äußere Bild der Kirche wird geprägt von einem mächtigen Turm, der sich an der Ostseite des Langhauses erhebt. Das Tympanon des Ahrweiler Bildhauers Ernst Matschulla aus dem Jahr 1955 mit der Darstellung der Krönung Mariens durch die Trinität fügt sich glücklich in die Architektur der Kirche. Die niedrige Vorhalle im Turmuntergeschoss, in der seit 2009 die Taufkapelle eingerichtet ist, öffnet sich zum Kirchenschiff mit einem Bogen unterhalb der Orgelempore. Von der Vorhalle bis zur Vierung erstreckt sich das imposante Mittelschiff. Die Mauern weisen glatte Wandflächen auf, die nur durch die scharfkanigen aus der Mauer herausgeschnittenen Fensteröffnungen unterbrochen werden. Das Ordnungsprinzip des gebundenen Systems wird in der Rosenkranzbasilika durch einen Wechsel der Arkadenstützen anschaulich: Rundpfeiler an den Kapitellen und Eckpfeiler trennen wechselweise im Norden und Süden die Seitenschiffe vom Mittelschiff. Ein Sterngewölbe schmückt die großartige Hängekuppel der quadratischen Vierung, die von Pilastern mit wirkungsvollen Kapitellen begrenzt wird.
Die Querhäuser ragen über die Flucht der Seitenschiffwände hinaus, werden von Strebepfeilern an den Ecken, die den Kraftabfluss von Dach und Gewölbe aufnehmen, gesichert und im Giebel von einem gestuften Rundbogenfries geschmückt. Die Querschiffstirnwände ziert jeweils eine Abstraktion einer Blütenform, eine aus Okuli zusammengesetzte Fensterrosette.
 Rundpfeiler mit stark ausgeprägten Kapitellen trennen den Chorumgang vom Hochchor. Der Umgangschorfindet mit seinen schweren Mauermassen in dem Kranz der fünf Kapellen, die wie graue Knospen aufgehen, eine plastische Durchbildung. Alle fünf Chorkapellen haben ungerahmte, gekoppelte Rundbogenfenster. Auf quadratischem Grundriss erheben sich die Chorflankentürme.
 
Ausstattung
In der Vorhalle unter der Orgel wurde die Taufkapelle eingerichtet. Hier steht der 1912 gefertigte Taufsteinaus Sandstein mit den vier Evangelistensymbolen und Kupferdeckel aus getriebenem Messing. Der Hochaltar ganz aus Marmor blanclair stammt ursprünglich aus der Pfarrkirche St. Georg in Köln. Im Jahr 1928 wurde er in der Rosenkranzkirche aufgestellt. Der Zelebrationsaltar wurde 1974 von der Neuenahrer Firma Kniel aus italienischem Marmor gefertigt. Der neue Ambo wurde 2010 geweiht.
Die Kanzel aus Sandstein mit Säulen aus Marmor, zwei Reliefs aus Trafertin, darstellend die Bergpredigt und den 12-jährigen Jesus im Tempel, Schalldeckel aus Holz mit Heilig-Geist-Taube und schmiedeeisernem Aufbau stammt aus dem Jahre 1912. Im rechten Querhaus steht an der Westwand der Altar der schmerzhaften Mutter Gottes, gestiftet von Familie Müller im Jahre 1910. Die erste Kapelle (links) im Kapellenkranz ist die Marienkapelle. Hier hat die herrliche Madonna aus dem 17. Jahrhundert nach der Innenrenovierung im Jahr 2009 eine angemessene neue Heimat gefunden. Die Holzfigur der Muttergottes mit Kind stammt aus der ehemaligen Josefskapelle, an deren Stelle heute die Kreuzigungsgruppe steht. Die zweite Kapelle birgt den Johannesaltar aus dem Jahr 1912. In der mittleren Kapelle befindet sich der alte Hochaltar, der in der Karwoche der Grablegung Christi als Rahmen dient. Die vierte Kapelle dient als Beichtkapelle. In der fünften Kapelle wurde im Jahr 2009 die Friedenskapelle eingerichtet. Hier finden Sie die kleinen Holzkreuze mit den Namen der gefallener Gemeindemitglieder, welche ursprünglich in der Eingangshalle hingen.
 
Die malerische Ausstattung der Kirche wurde dem Kunstmaler Carl Kögl übertragen, der in den Jahren 1910/1911 die Geheimnisse des freudenreichen Rosenkranzes über dem Hochalter nach dem Lukasevangelium dargestellt hat:
-       Der Bilderzyklus beginnt auf der linken Hochwandfläche mit der Verkündigungszene.
-       Das zweite Bild zeigt die Begegnung zwischen Maria und ihrer Base Elisabeth.
-       Das Bild in der Mitte stellt die Geburt Jesu (Weihnachten) dar.
-       Das Bild rechts daneben führt die Darstellung Jesu im Tempel (Maria Lichtmess) vor Augen.
-       Das fünfte Geheimnis ist das letzte Bild: der zwölfjährige Jesus im Tempel.
 
Eindrucksvolle Fresken schmücken die beiden Hochwandfelder im linken Querschiffarm. Auf der Südwand ist die Rosenkranzkönigin zu sehen und rechts daneben die Himmelfahrt Mariens.
 
Mit den gleichen Ausdrucksformen und Charakteristika hat der Meister auch die beiden Monumentalfresken im rechten Querschiffarm gemalt: Die Krönung Mariens und die Seeschlacht von Lepanto.
 
Auf der Empore über dem Hauptportal steht die Orgel, erbaut 1940 von der Bonner Firma Klais. Sie verfügt über 36 klingende Register, verteilt auf drei Manuale (Hauptwerk, Schwellwerk und Rückpositiv) und Pedal.
 
Das Geläut der Rosenkranzkirche besteht aus vier Glocken, die 1951 vom Bochumer Verein aus Stahl gegossen wurden:
Die Christkönigsglocke ist mit 5.900 kg die größte und hat den Ton gis.
Die Muttergottesglocke wiegt 3.800 kg und hat den Ton h.
Die Willibrordusglocke wiegt 1.700 kg und hat den Ton cis.

 

Die Michaelsglocke ist mit 1.100 kg die kleinste und hat den Tone.
 
 

Pfarrbrief

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