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Heppingen ist heute ein Stadtteil der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Jahr 2015 konnte man mit einem fröhlichen Fest das 1050jährige Jubiläum von Heppingen feiern.

Die Feier des Jubiläums begründete sich dabei auf einer Urkunde, mit der Bruno I, Erzbischof von Köln und Herzog von Lothringen nach seinem Tode im Jahr 965 den Hof Havingan testamentarisch dem Benediktinerkloster St. Pantaleon in Köln vermachte. Die für diese Übertragung erstellte Urkunde ist der erste urkundliche Nachweis, dass auf dem Gebiet des heutigen Heppingen Menschen gesiedelt haben. Gleichzeitig wird belegt, dass es in Heppingen bereits seinerzeit einen katholischen Klosterhof gab. Erstmalig wird der Hof Havingan dann im Jahr 1350 unter dem Namen Pantaleonshof erwähnt.


Auf dem Gelände des Klosterhofes St. Pantaleon wurde schon früh (Gründungsjahr unbekannt) eine Kapelle errichtet. Diese wurde im Jahr 1650 auf Kosten des Konventes renoviert. Der Gottesdienst wurde von der zuständigen Pfarrei Heimersheim aus versehen. Mit der Säkularisation der geistlichen Besitztümer, besonders der Klöster, durch den Reichsdeputationsbeschluss änderten sich 1803 die Verhältnisse. Neue Instandsetzungen an der Kapelle unterblieben und so wurde am 29.12.1894 dort der letzte Gottesdienst gefeiert. Wegen Baufälligkeit wurde die Kapelle geschlossen.
Dies ergab den Anstoß zur Gründung des St.-Martinus-Kirchbauvereines zu Heppingen im Jahr 1898. In den Jahren 1901 und 1903 erhielt dieser Verein größere Stiftungen durch Anton Kreuzberg und den Apollinarisbrunnen. Durch diesen Ansporn konnte der Kirchenbau nach den Plänen des Trierer Architekten E. Brand begonnen werden. Die Grundsteinlegung erfolgte am 07.08.1904, und am 11.11.1905 fand die feierliche Einweihung der neuen Heppinger Pfarrkirche statt. Im Jahre 1938 wird Heppingen dann eine Expositur der Pfarrei St. Mauritius Heimersheim.


Der schwärzeste Tag in der Geschichte der Pfarrkirche war der 23.12.1944. An diesem Tag fallen Bomben auf Heppingen, und auch die Kirche wird stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine Bombe fällt etwa zwei bis drei Meter neben die Kirche. Der Luftdruck riss die Altarwand heraus und verursacht den Einsturz des ganzen Chorgewölbes. Der große Triumphbogen über der Kommunionbank spaltete sich fußbreit. Risse um das Gewölbe des Kirchenschiffes zogen sich bis in die Orgelempore. Alles, was sich im Altarraum befand, wurde unter den Trümmern begraben.
Die Kirche war nicht mehr benutzbar. In den unterirdischen Kellerräumen der Gebrüder Rütsch wurde eine Notkirche eingerichtet.
Ab 1947 beginnt der Wiederaufbau der Pfarrkirche nach den Plänen des Trierer Architekten Prof. Thoma. Am 01.01.1949 wird die Expositur Heppingen zur Vikarie erhoben. Der Kirchenbau geht voran. Alle Fenster werden gestiftet, und am Palmsonntag kann der feierliche Einzug in die Kirche erfolgen. Am 10.11.1949 wird die Pfarrkirche neu benediziert.

Am 01.04.1955 scheidet Heppingen aus der Mutterpfarrei Heimersheim aus. Seit dieser Zeit ist St. Martinus Heppingen eine rechtlich eigenständige Kirchengemeinde und als solche heute Teil der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Die Geschichte von Pfarrkirche und Pfarrei, eng verbunden mit der Geschichte von Heppingen, macht dabei deutlich, dass sich die Heppinger in der Vergangenheit und bis heute in erheblichem Maße für ihre Kirche eingesetzt haben und immer wieder bereit waren, mit Geldspenden und Eigenleistungen zu diesem Bauwerk beizutragen.
Es bleibt zu hoffen, dass sich in einer Zeit, in der sich unsere Kirche verändert und immer weniger Menschen den Gottesdienst besuchen auch eine Zukunft für das kirchliche Leben in Heppingen – in welcher Form auch immer – gefunden wird.

Pfarrbrief

Den aktuellen Pfarrbrief finden Siehier.

 

 

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