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Zwischen 500 und 800 n. Chr. wurde der Ort Heimersheim durch die Franken gegründet. Zunächst gab es nur eine Holzkirche, die Fertigstellung des heutigen spätromanischen Altbaus fand unter den Grafen von Are um 1240 statt.  Erstmals nachweisbar urkundlich erwähnt wurde die Kirche im Jahr 1316. Zwischen den Jahren 1316 und 1960 wurde die Kirche mehrfach beschädigt – etwa durch Brand, kriegerische Auseinandersetzungen oder durch nutzungsbedingten Verfall – und immer wieder aufgebaut und restauriert. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein Erweiterungsbau notwendig, der sich direkt an den bestehenden Kirchenteil anschließt. Einsegnung war im Dez. 1961.  Der Altarraum befand sich nun in der Mitte, zwischen neuem und altem Kirchenteil.

Seit nunmehr 15 Jahren befindet sich der historische Teil der Pfarrkirche in Renovierung.  Im Advent 2016 konnten jedoch die ersten Gottesdienste - wenn auch nur improvisiert - wieder im historischen Teil der Pfarrkirche St. Mauritius stattfinden.

Die Fenster: In den Fensteröffnungen des Chores befinden sich gut erhaltenen Reste spätromanischer Glasmalereien aus dem dritten Viertel des 13. Jahrhunderts. Hier handelt es sich um wirkliche Raritäten, sie zählen zu den ältesten Kirchenfenstern Deutschlands! Bei dem im oberen Teil des rechten Fensters auf der Evangelienseite dargestellten Ritter handelt es sich um den HL. Mauritius, dem Schutzpatron dieser Kirche. Im unteren Teil ist der HL. Georg und darunter die Darstellung eines Bischofs und der Hl. Katharina  zu sehen. In der rechten Hälfte des mittleren Fensters erkennt man im unteren Sockelfeld das Wappen der Grafen der früheren Staufenburg Landskron: eine goldene Krone auf rotem Grund, der im unteren Teil mit 8 goldenen Kleeblatt-Kreuzchen (auch als Weintraube zu deuten) ausgefüllt ist. In den darüber liegenden Feldern erkennt man die Verkündigung, die Geburt, die Kreuzigung, die Auferstehung und die Himmelfahrt Christi.

Die äußerst wertvollen Kirchenfenster wurden während des Zweiten Weltkrieges ausgebaut und sichergestellt, um sie vor Schaden zu schützen.

Der Altar: Er wurde von dem Trierer Bildhauer Hans Ruprecht Hoffman zum Gedächtnis des Johann von Metternich (t 1561) und seiner Gemahlin Chatarina von der Leyen (1599-1623) errichtet. Der Altar aus Sandstein umschließt in der Mitte ein vielfiguriges Relief der Kreuztragung in Alabaster. Im Hintergrund der erstklassigen Komposition ist ein Stadtbild zu sehen. Vor dem Relief kniend und frei herausgearbeitet die beiden Verstorbenen, einander anblickend. In den seitlichen Nischen befinden sich die Figuren des Hl. Mauritius und des Hl. Nikolaus. Eine Widmungstafel aus schwarzem Marmor befindet sich unter dem Relief. Eine Kreuzigungsgruppe, flankiert von zwei Engeln, krönt den Altar. An den beiden Seiten standen einmal zwei Figuren, diese wurden leider gestohlen. Der Kreuzigungsaltar wurde im Jahre 1983 restauriert und stellt ein Kleinod und geschichtsträchtiges Schmuckstück des Gotteshauses dar.

Die Grabplatte:  An der Südwand des Chores befindet sich eine aufrecht stehende Grabplatte, 2,08 x 0,91 m groß. Sie zeigt einen Ritter mit gefalteten Händen. Wie aus den vier Wappen in den Ecken der Platte zu schließen ist, handelt es sich  um das Grab des Herman Quadt ( gest. 1539),  dem ersten Ehemann jener Chatarina von der Leyen, der der Kreuztragungsaltar gewidmet ist.

Die Glocken: Die historische Kirche von Heimersheim hatte einmal drei alte Glocken. Die älteste stammte wahrscheinlich aus dem 16. Jahrhundert, die beiden jüngeren sind von 1613. Leider überstand nur eine der jüngeren Glocken den letzten Krieg. Sie hängt im Turm der alten Kirche, ist aber nicht im heutigen Geläut enthalten.

Vier neue Glocken, ein Meisterwerk des Glockengießers J. Mark aus Brockscheid in der Eifel, erfüllen heute im Glockenturm des neuen Kirchenteils ihren Dienst. Sie „hören“ auf die klangvollen Namen: Christusglocke („cis“, 2004 kg, 1,48 m), Mauritiusglocke („e“, 1190 kg, 1,24 m), Marienglocke („fis“, 840 kg, 1,10 m) und Josefglocke („gis“, 585 kg,  0,98 m).



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