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Das „Sonntagswort“ in Corona-Zeiten wird an Silvester ein kleines Jubiläum feiern

 

BAD NEUENAHR-AHRWEILER. So schnell wird man 50: als im Frühjahr der erste Lockdown das Land in einen Stillstand versetzte und Gottesdienste nicht stattfinden konnten, entwickelte man in der katholischen Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler ein neues Online-Angebot, nämlich das Sonntagswort. Übergangsweise wollte Kirche damit zu den Menschen kommen, mal zehn Minuten lang, mal 15 und immer mit dem Evangelium des Tages im Mittelpunkt. Darüber hinaus gingen Pastor Jörg Meyrer oder seine Mitarbeiter auf aktuelle Themen ein, sprachen über dieses und jenes, stellten den Bezug zur Kirche her oder übertrugen das Evangelium ins hier und heute. Jedes Sonntagswort kam von einem anderen Ort, oftmals aus Kirchen und Kapellen im Gebiet der Pfarreiengemeinschaft, aber auch schon Mal aus dem Weinberg und der freien Natur. Als die Kirchen wieder offen waren, hatten sich die Gläubigen ans Sonntagswort gewöhnt, das Team machte weiter. Am letzten Tag des Jahre 2020 wird bereits das 50. Sonntagswort erscheinen, nicht nur im Pfarrhaus ist man stolz darauf.

 

„Wir wollten unbedingt etwas tun, einen für alle zugänglichen geistlichen Beistand anbieten in schwerer Zeit“, so Jörg Meyrer zu den Sonntagsworten der katholischen Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Einfach nur die sonntägliche Messe ins Internet zu stellen erschien zu wenig auf die Zuseher und ihre Erwartungen ausgerichtet“, ergänzt Frank Reiland, der Ideengeber zu dem Format. Nunmehr besteht das Sonntagswort in der Regel aus einer Lesung aus der Bibel sowie aus einem Impuls durch wechselnde Akteure. Rückblickend fallen Jörg Meyrer zwei ganz besondere Sonntagswörter ein: „Highlights waren der Gastbeitrag von Johanna Becker in Form eines „Preacher Slams“ und das Spiel der Mantelteilung am St. Martinstag.“

 

„Anfangs fiel uns die Verbreitung schwer, allerdings machten wir schnell unsere Erfahrungen. Mittlerweile haben wir einen guten Verteiler etabliert und sind auf unserem eigenen Channel bei YouTube sowie auf den Homepages der Pfarreiengemeinschaft zu finden“ erklärt der für die Technik zuständige Markus Bauer, der gemeinsam mit Alexander Kramer die Hintergrundarbeit macht. So erreicht das Sonntagswort nun regelmäßig ein breites Stammpublikum. Das Format findet eine gute Balance zwischen der thematisch gebotenen Tiefe und einer nicht überdehnten Länge. Oftmals untermalt mit Orgelmusik von Klaus-Dieter Holzberger und bebildert durch Wolfgang Lingen ergibt sich ein ansehnliches geistliches Kaleidoskop mit wöchentlich wechselnden Impulsen.

 

Auch der neue Geistliche in der Ahrtalmetropole, Pfarrer Heiko Marquardsen, konnte sich schnell für das Sonntagswort erwärmen. „Bereits am Abend meines ersten Arbeitstages im Ahrtal war ich voll eingebunden und Teil dieses Teams. Wir filmten mitten in den Weinbergen und so lernte ich gleich, welches Gewächs nicht nur in biblischen Gleichnissen, sondern insbesondere im Ahrtal eine besondere Rolle spielt“ merkt Pfarrer Marquardsen mit einem verschmitzten Schmunzeln an.

 

„Wir wollen eine Teamleistung aus dem Ahrtal für das Ahrtal leisten, freuen uns aber auch, wenn wir Zuseher über die Grenzen der Pfarreiengemeinschaft hinaus haben. Wir wissen sogar um regelmäßige Zuseher aus Österreich. Es ist schön, auf diese Weise den Menschen das Wort Gottes quasi frei Haus ins Wohnzimmer liefern zu können“, sagt Pastor Meyrer. Über 40.000 Views und eine vierstellige Zuschauerzahl je Ausgabe sprechen eine positive Sprache.

 

Die Professionalität des Teams wächst wie seine Zuschauerzahl. Nicht nur das Format selbst ist digital, sondern auch die Vorbereitung läuft viel mittels moderner Technik. Da die Mitglieder des Teams in unterschiedlichen Alltagswelten unterwegs sind wird die Vorbereitung über Chats und einen gemeinsamen Zugriff auf eine Cloud koordiniert. Dort wird munter diskutiert, Ideen werden geboren und konkretisiert, Termine werden verabredet. So gelingt es, dass die eigentlichen Drehtermine doch erstaunlich fix im Kasten sind: „In einer guten Stunde ist so ein Wort nach guter Vorbereitung dann abgedreht“, weiß Markus Bauer zu berichten. Wer sich aber so ein Sonntagswort ansieht ahnt, dass ganz sicher viel mehr Arbeit dahintersteckt. Motivation erhält das Team auch aus vielen positiven Reaktionen, wie „Das Sonntagswort gehört zu unserem Sonntagmorgen fest dazu“, oder „Wir danken für die Treue und die verständlichen Inhalte, die Glauben ins Heute übersetzen.“

 

 

BU: Kamera, Ton, Klappe und Action: Markus Bauer (l.) und Wolfgang Lingen (r.) beim Sonntagswort-Dreh mit Pastor Jörg Meyrer. Foto: Weber

 

 

 

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