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Patronin der Zahnärzte

Die Heilige mit dem Palmzweig in der einen und einer Zange mit gezogenem Zahn in der anderen Hand, so kennt man die Heilige Apollonia, die am 9. Februar jedes Jahr verehrt wird und als Schutzpatronin der Zahnmedizin gilt. Ihre Geschichte ist nichts für jemanden mit schwachen Nerven!

Der Legende nach war die heilige Apollonia eine betagte, hochangesehene Jungfrau, die zurückgezogen in Alexandrien lebte und viel Gutes tat. Eine Überlieferungstradition sieht Apollonia als Schwester des heiligen Diakons Laurentius. Zur Zeit des christenfeindlichen Kaisers Philipp des Arabers (244–249) wurde auch sie bei einem Christenpogrom schwer misshandelt. Im Bericht eines Bischofs Dionysius an Fabian von Antiochien steht, dass man ihr erst die Zähne ausgeschlagen und dann die Kinnlade zertrümmert habe. Dann schleppte man die Gepeinigte auf den Richtplatz vor der Stadt, wo schon der Scheiterhaufen aufgetürmt war. Die Peiniger drohten ihr, sie in das Feuer zu werfen, wenn sie nicht ihren Christengott lästere, aber die alte Frau weigerte sich voller Würde. Schließlich erbat sie sich eine kleine Bedenkzeit in Freiheit, die ihr auch gewährt wurde. Von ihren Fesseln befreit, wandte sich Apollonia im Gebet an Gott und stürzte sich dann, wie von einer geheimnisvollen Gewalt ergriffen, selber ins Feuer, wo sie schnell verstarb.

In der Pfarreiengemeinschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler finden wir Reliquien von ihr in St. Laurentius Ahrweiler und St. Lambertus Kirchdaun.

Desweiteren zeigt ein Wandbild an der Nordwand unter dem dritten Emporenjoch der St. Laurentiuskirche das Martyrium der hl. Apollonia. Nach der Beschreibung des rheinischen Konservators Anton Bardenhewer vom 6. März 1907 stellt das Bild aus dem 14.-15. Jahrhundert die Szene dar, wie ein Henkersknecht der hl. Apollonia mit Hammer und Meißel die Zähne einschlägt.

 

Gebet (aus einem alten Kölner Brevier)

Allmächtiger, ewiger Gott, Du hast Deine heilige Jungfrau und Martyrin aus den Händen ihrer Feinde befreit. Ich bitte Dich durch ihre Fürsprache und die Deines heiligen Martyrers Laurentius sowie aller heiligen Männer und Frauen: treibe den Schmerz aus meinen Zähnen/ und bewirke, dass ich selbst gesund und unversehrt werde. Damit ich Dir die Danksagungen in die Ewigkeit abstatten kann. Durch unseren Herrn (Jesus Christus deinen Sohn, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes Gott. Von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen).

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